Pflanzenschutzmittel

Die Zulassung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen erfolgt in Europa nach einheitlichen Grundsätzen auf Basis der Verordnung Leitet Herunterladen der Datei ein(EG) Nr. 1107/2009. Der Status der Wirkstoffe bzw. die Liste der genehmigten Wirkstoffe kann auf der Datenbank „Öffnet externen Link in neuem FensterEU Pesticides database“ recherchiert werden.  Im Jahr 2009 wurde das Europäische Gesetzeswerk für die Zulassung und Verwendung von Pflanzenschutzmitteln grundlegend geändert. Weiterführende Informationen finden sich auf der Öffnet externen Link in neuem FensterWebseite der Europäischen Kommission. In Deutschland erfolgt die Umsetzung in nationales Recht durch das Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen  (Pflanzenschutzgesetz - PflSchG) vom 6. Februar 2012.

ie Richtlinie Leitet Herunterladen der Datei ein2009/128/EG für eine nachhaltige Verwendung von Pestiziden hat zum Ziel, die mit der Anwendung von Pestiziden verbundenen Risiken zu verringern, indem die Qualität und Wirksamkeit der Anwendungsgeräte verbessert wird, eine bessere Aus- und Weiterbildung der Anwender sichergestellt wird und indem Methoden zur Integrierten Schädlingsbekämpfung entwickelt werden.

In Deutschland koordiniert das Öffnet externen Link in neuem FensterBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Antragstellung für die Notifizierung eines neuen Wirkstoffes. Das BVL bewertet das Dossier und fasst die Ergebnisse in einem Bewertungsbericht (Draft Assessment Report, DAR) für die Europäische Kommission zusammen. Anschließend entscheiden die Mitgliedstaaten und die Öffnet externen Link in neuem FensterEuropäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) über die Aufnahme oder Nicht-Aufnahme des Wirkstoffs in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG.

In den Anhängen der Verordnung (EU) Nr. 283/2013 und der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 werden die Datenanforderungen für Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel beschrieben.

Die EFSA veröffentlicht zahlreiche Hintergrunddokumente und Leitfäden zur Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln. Beispiele mit Bezug zur Umwelt sind:

  • "Risk assessment of plant protection products (2012)" Leitet Herunterladen der Datei ein((Download pdf < 1 MB)
  • "Guidance on tiered risk assessment for plant protection products for aquatic organisms in edge-of-field surface waters (2013)" Leitet Herunterladen der Datei ein(Link zum pdf 6,5 MB!)

 

Daneben werden zahlreiche Öffnet externen Link in neuem FensterLeitlinien zum Zulassungsverfahren von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln von der Europäischen Kommission bereitgestellt.

Die Hydrotox GmbH bietet Untersuchungen zur biologischen Abbaubarkeit und zur akuten und chronischen aquatischen Ökotoxizität (u.a. mit Fischen, Daphnien, Algen, Makrophyten) an. Prüfungen mit Sediment- und Bodenorganismen werden von Kooperationspartnern angeboten.