Expositionszenarien und Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Anwendung von Molluskiziden, Insektiziden, Repellentien und Lockmitteln

BAuA-Projekt F-1922 2006-2008, Laufzeit 07/2006 - 01/2008

Auftraggeber:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Öffnet externen Link in neuem Fenster(F 1922)

Durchführung:

FoBIG GmbH, Freiburg, Dr. Klaus Schneider (Projekteitung),
Jan Oltmann

Hydrotox GmbH, Freiburg, Stefan Gartiser

Projektlaufzeit:

Juli 2006 – Januar 2008

Projektbeschreibung

Die Biozid-Produkte-Richtlinie 98/8/EG regelt im europäischen Rahmen die Zulassung von Biozid-Produkten und die Verwendung „alter“ (vor dem 14.05.2000 in den Mitgliedsstaaten im Verkehr) und „neuer“ Wirkstoffe durch die Aufnahme in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie. Zur Beurteilung der Wirkstoffe durch die Behörden sind Risikobewertungen notwendig, die auch eine Abschätzung der zu erwartenden Exposition des Menschen einschließen.

In diesem Projekt wurde die berufliche Exposition bei Verwendung von Biozid-Produkten der Produktarten 16 (Molluskizide), 18 (Insektizide, Akarizide und Produkte gegen andere Arthropoden) und 19 (Repellentien und Lockmittel) untersucht. Zur Abschätzung der Exposition von Arbeitnehmern beim Umgang mit Bioziden liegen zwar Leitlinien vor. Für die genannten Produktarten fehlen jedoch detaillierte Szenarien und Daten, um verlässliche Abschätzungen vornehmen zu können. Im Rahmen des Projektes wurden deshalb

• Art und Anwendungsbereiche der eingesetzten Wirkstoffe und Produkte recherchiert
• expositionsrelevante Tätigkeiten beim Umgang mit Produkten der PA 16, 18 und 19, einschließlich der Charakterisierung der verwendeten Wirkstoffe, der Anwendergruppen und der relevanten Aufnahmewege (Haut, Atemtrakt) identifiziert
• die Rahmenbedingungen und die Art des Umgangs (Dauer, Häufigkeit, mögliche Anwendungsfehler, Schutzmaßnahmen, betriebliche Bedingungen) beschrieben.

Es wurde festgestellt, dass eine berufliche Exposition gegenüber Biozid-Produkten der Produktart 16 praktisch nicht stattfindet. Zu den Produktarten 18 und 19 wurden Verwendungsmuster und Expositionsszenarien erarbeitet. Für beispielhafte Tätigkeiten und Szenarien wurde die zu erwartende Exposition quantitativ abgeschätzt und Umgangsarten mit erhöhter Gefährdung identifiziert. Für letztere wurden unter Berücksichtigung geeigneter Schutzmaßnahmen „gute Lösungen“ (organisatorische, informatorische und persönliche Maßnahmen für den sicheren Umgang) beschrieben.

Weitere Informationen

Der Abschlussbericht wurde von der BAUA veröffentlicht und kann Öffnet externen Link in neuem Fensterhier herunter geladen werden.

Ansprechpartner

Dr. Stefan Gartiser
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailGartiser(at)hydrotox.de
Tel: +49-(0)761-45512-24